ÜBER MICH
Warum ich selten dort anfange, wo es weh tut.
Ich bin seit über zehn Jahren Physiotherapeut und führe meine eigene Praxis in Mönchengladbach. Was mich an dieser Arbeit fasziniert, ist nicht eine einzelne Technik, sondern die Frage dahinter: Warum reagiert ein Körper auf eine bestimmte Weise? Diese Frage entstand nicht in einer Fortbildung, sondern in den Fällen, in denen ich nicht weiterkam.
WAS MICH ANTREIBT
Der Schmerzort ist eine Information, nicht die Antwort.
Immer wieder kam ich therapeutisch an einen Punkt, an dem der Verlauf stagnierte. Die Behandlung war fachlich sauber, der Befund klar, und trotzdem änderte sich auf Dauer nichts. Solche Verläufe haben meine Arbeitsweise stärker geprägt als alle Erfolge zusammen.
Daraus ist die Überzeugung geworden, dass sich Beschwerden selten isoliert erklären lassen. Bewegung wirkt auf das Nervensystem. Nach Verletzungen entstehen oft neue Bewegungsstrategien. Belastung und Erholung beeinflussen einander. Wer nur dort arbeitet, wo es weh tut, arbeitet manchmal an der falschen Stelle. Zwei Fälle haben mir das besonders deutlich gezeigt.
EIGENE PRAXIS
Warum ich nicht angestellt geblieben bin.
Dass ich mich selbstständig machen würde, wusste ich schon in meiner ersten Anstellung nach der Ausbildung. Ich hatte zu oft eigene Ideen, die sich mit einem festgefahrenen Praxisalltag nicht vereinbaren ließen.
Gesprungen bin ich trotzdem nicht. Ich habe 2017 ein Gewerbe angemeldet und die Selbstständigkeit über Jahre nebenher aufgebaut, während ich in der Anstellung Schritt für Schritt meine Stunden reduzierte. Erst als die Zahlen stabil genug waren und sich die Praxis selbst finanzierte, habe ich den letzten Schritt gemacht.
Das war die richtige Entscheidung, und sie sagt vermutlich mehr über meine Arbeitsweise aus als jede Methodenliste: Ich verändere etwas erst, wenn ich überprüft habe, dass es trägt.
